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Feierabend-Business

Mit Pinterest Geld verdienen: So funktioniert es

Maria Lengemann Stand: Oktober 2026 10 Min. Lesezeit

Korkpinnwand mit Stoffmustern, Farbkarten und Sofortbildern als Sinnbild für Ideen und Pins auf Pinterest.

Kurz gesagt

Mit Pinterest Geld verdienen kannst du, indem du über Pins passende Besucher zu einem eigenen Shop, Blog oder digitalen Produkt führst, Affiliate-Produkte empfiehlst oder Pinterest-Management als Dienstleistung anbietest. Pinterest bezahlt dich nicht automatisch für Reichweite oder gespeicherte Pins. Einnahmen entstehen erst, wenn dein Angebot oder deine Empfehlung zu einem Kauf oder Auftrag führt.

Du suchst abends noch schnell nach Ideen für dein nächstes Produkt oder einen Blogbeitrag? Pinterest kann dafür mehr sein als eine Sammlung hübscher Bilder. Entscheidend ist, dass du ein klares Ziel hinter deinen Pins hast. Ein Pin ohne passendes Angebot bringt zwar vielleicht Aufmerksamkeit, aber noch kein Geld.

Wie verdient man mit Pinterest Geld?

Du verdienst über Pinterest, indem du Nutzerinnen und Nutzer auf ein Angebot leitest und dort Umsatz erzielst. Das kann dein eigener Shop sein, ein Artikel mit Affiliate-Link oder deine Dienstleistung. Pinterest ist also meist der Weg zum Kunden, nicht die Kasse.

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied deutlich. Angenommen, ein Pin führt zu deinem Blogbeitrag über selbst gemachte Einladungskarten. Im Artikel empfiehlst du passende Materialien mit Affiliate-Links. Wenn jemand nach dem Klick einen Kauf tätigt und das Partnerprogramm den Kauf anerkennt, erhältst du eine Provision. Speichert die Person den Pin nur, ist noch kein Geld verdient.

Aufmerksamkeit oder Einnahme?

Bringt noch kein Geld

  • Reichweite und Aufrufe
  • Gespeicherte Pins
  • Pin ohne passendes Angebot

Kann Geld bringen

  • Kauf im eigenen Shop
  • Vom Partnerprogramm anerkannter Kauf über deinen Affiliate-Link
  • Auftrag für deine Dienstleistung

Pinterest ist meist der Weg zum Kunden, die Kasse steht auf deiner Zielseite.

Plane deshalb vom Angebot aus rückwärts. Was soll ein Besucher nach dem Klick tun? Kaufen, einen Blogbeitrag lesen, deine E-Mail-Liste abonnieren oder ein Beratungsgespräch anfragen? Wenn du das nicht beantworten kannst, ist der Pin noch nicht fertig.

Warum ist Pinterest eher Suchmaschine als soziales Netzwerk?

Pinterest ist eine visuelle Such- und Entdeckungsplattform, auf der Menschen Ideen suchen, speichern und Produkte entdecken. Nutzer kommen oft mit einem konkreten Vorhaben oder einer Frage. Dadurch können passende Pins auch später noch gefunden werden, anders als ein Beitrag in einem schnell laufenden sozialen Feed.

Das heißt nicht, dass jeder Pin dauerhaft Besucher bringt. Pinterest zeigt Inhalte je nach Suchanfrage, Thema, Qualität und Reaktion der Nutzer an. Ein schöner Entwurf allein reicht nicht. Titel, Bild, Beschreibung und Zielseite müssen zusammenpassen.

Karteikasten mit Registerkarten und Lupe als Bild dafür, dass Menschen auf Pinterest gezielt nach Ideen suchen.

Denk an Suchbegriffe, die deine Kunden wirklich verwenden. Wenn du digitale Wochenplaner verkaufst, könnten sie nach „Wochenplaner zum Ausdrucken“ oder „Meal-Prep-Planer“ suchen. Nutze solche Begriffe natürlich im Pin-Titel und auf der Zielseite. Stopfe keine Liste aus Suchwörtern in die Beschreibung.

Welche vier Wege gibt es, mit Pinterest Geld zu verdienen?

Die vier praktikablen Wege sind Besucher für den eigenen Shop, Traffic für einen Blog mit Einnahmen, Affiliate-Pins und Pinterest-Management für andere Unternehmen. Der passende Weg hängt davon ab, was du schon hast und was du gern machst.

Weg Was passiert nach dem Pin? Was du dafür brauchst Passt gut, wenn …
Eigener Shop Der Pin führt direkt zu deinem Produkt oder Shop. Produkte, gute Produktseiten und klare Bilder du bereits etwas verkaufst oder einen Etsy-Shop eröffnen möchtest
Blog Der Pin führt zu einem hilfreichen Artikel, der etwa über Werbung, eigene Angebote oder Affiliate-Links Einnahmen erzielt. Blogartikel, passende Themen und eine Einnahmequelle du gern schreibst und Inhalte auf deiner Website aufbaust
Affiliate-Marketing Der Pin führt zu einer Seite mit gekennzeichneten Empfehlungen oder direkt zum Angebot des Partners. Teilnahme an einem Partnerprogramm und transparente Hinweise du passende Produkte kennst und ehrlich empfehlen kannst
Pinterest-Management Du erstellst und planst Pins für die Konten von Unternehmen und erhältst dafür ein Honorar. Pinterest-Kenntnisse, Arbeitsproben und klare Leistungen du Gestaltung, Planung und Auswertung für Kunden übernehmen willst

Du kannst auch ein eigenes digitales Produkt über Pins bewerben, zum Beispiel Vorlagen, Anleitungen oder einen Kurs. Der Weg ist ähnlich wie beim Shop: Der Pin muss zu einer Verkaufsseite führen, auf der Nutzen, Preis und Kauf klar sind. Mehr dazu findest du unter Digitale Produkte verkaufen.

Print-on-Demand lässt sich ebenfalls mit Pinterest verbinden. Dabei werden Produkte wie Poster oder Tassen nach Bestellung bedruckt und verschickt. Der Pin bringt Besucher zum Shop, der Anbieter übernimmt die Produktion und den Versand. Was du bei diesem Modell planen solltest, steht im Beitrag Print-on-Demand.

Wie richtest du ein Unternehmenskonto ein und planst Pins?

Ein Pinterest-Unternehmenskonto ist kostenlos und bietet Zugriff auf Pinterest Analytics sowie Funktionen für Unternehmen. Du kannst ein neues Unternehmenskonto anlegen oder ein bestehendes persönliches Konto umstellen. So siehst du, welche Pins Besucher und Klicks auf deine Website bringen.

Arbeite diese Schritte der Reihe nach ab:

  1. Lege ein Unternehmenskonto an oder stelle dein persönliches Konto um.
  2. Wähle einen klaren Kontonamen und beschreibe knapp, was du anbietest.
  3. Verknüpfe und bestätige deine Website, wenn du eine eigene Website nutzt.
  4. Richte Pinnwände nach den Themen ein, für die deine Kunden suchen.
  5. Erstelle für jedes Angebot einen eigenen Pin mit verständlichem Titel, passendem Bild und funktionierendem Ziel-Link.
  6. Prüfe, ob Zielseite und Pin dasselbe versprechen. Wer auf einen Pin zu einer Anleitung klickt, sollte nicht auf einer unpassenden Startseite landen.
  7. Nutze Analytics, um zu sehen, welche Inhalte Klicks auf deine Website bringen.

Du kannst Pins im Unternehmenskonto auch im Voraus planen. Die aktuelle Pinterest-Hilfe nennt dafür höchstens 30 Tage Vorlauf und bis zu zehn gleichzeitig geplante Pins. Das reicht für einen kleinen Arbeitsrhythmus: einen Abend pro Woche Motive vorbereiten und die Veröffentlichung für die nächsten Tage eintragen. Prüfe die Planungsgrenzen vorab in der Hilfe, denn Plattformfunktionen können sich ändern.

Infografik zur wöchentlichen Pin-Routine als Kreislauf: Motive an einem Abend pro Woche vorbereiten, Pins mit höchstens 30 Tagen Vorlauf planen, in Analytics prüfen, welche Pins Klicks bringen, und Zielseiten auf das Versprechen des Pins kontrollieren.

Wenn du gewerblich auftrittst, kümmere dich auch um dein Impressum. Nach § 5 DDG müssen Anbieter geschäftsmäßiger, in der Regel gegen Entgelt angebotener digitaler Dienste bestimmte Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar halten. Verlinke dein Impressum gut auffindbar im Profil und auf deiner Website. Welche Angaben im konkreten Fall nötig sind, hängt von deiner Tätigkeit und Rechtsform ab.

Was ist bei Affiliate-Links auf Pinterest erlaubt?

Pinterest erlaubt Affiliate-Inhalte, wenn sie originell und nützlich sind, die kommerzielle Absicht transparent ist und du die Plattformregeln einhältst. Pinterest verlangt einen maßvollen Einsatz von Affiliate-Links und untersagt unter anderem künstliche Manipulation, Spam und wiederholt massenhaft veröffentlichte Affiliate-Pins. Außerdem sollst du in der Regel nur ein Pinterest-Konto betreiben.

Auch die rechtliche Kennzeichnung zählt. UWG § 5a Abs. 4 verlangt, den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung kenntlich zu machen, wenn er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt und das Verschweigen Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlassen kann, die sie sonst nicht getroffen hätten. Bei einer Affiliate-Empfehlung solltest du deshalb gleich am Anfang deutlich machen, dass du bei einem Kauf eine Provision erhalten kannst. Ein versteckter Hinweis am Ende einer langen Beschreibung hilft kaum.

Pinterest bietet für bezahlte Partnerschaften eine eigene Kennzeichnung. Bei Affiliate-Pins kannst du einen klaren Hinweis wie „Werbung“ oder „Affiliate-Link“ verwenden und zusätzlich die Vorgaben des jeweiligen Partnerprogramms beachten. Verlass dich nicht darauf, dass jede Plattform- oder Branchenfunktion die rechtliche Kennzeichnung automatisch erledigt.

Prüfe vor dem Veröffentlichen diese Punkte:

  • Passt die Empfehlung wirklich zum Thema und zum Pin?
  • Ist der kommerzielle Zweck direkt zu erkennen?
  • Funktioniert der Link und führt er zur angekündigten Seite?
  • Ist der Pin selbst gestaltet und hilfreich, statt nur ein kopiertes Werbemotiv?
  • Wiederholst du nicht denselben Pin in einer Weise, die wie Spam wirkt?

Mehr Grundlagen findest du im Beitrag Affiliate-Marketing. Bei Unsicherheit zu deiner konkreten Kennzeichnung oder zu Informationspflichten hilft eine Rechtsberatung.

Wie lange dauert es, bis Pinterest Besucher bringt?

Eine feste Frist gibt es nicht. Pinterest verspricht keine bestimmte Zahl an Besuchern und keinen Zeitpunkt, ab dem ein Pin gefunden wird. Ergebnisse hängen unter anderem davon ab, ob Menschen nach dem Thema suchen, ob der Pin dazu passt und ob die Zielseite überzeugt.

Du kannst die ersten Wochen nutzen, um systematisch zu testen, ohne daraus eine Einkommensprognose zu machen. Erstelle Pins für verschiedene Suchanfragen rund um dasselbe Angebot. Schau in Analytics, welche Motive gespeichert werden und welche Klicks auslösen. Ein gespeicherter Pin ist ein Signal für Interesse, aber erst ein Klick und eine passende Handlung auf der Zielseite können Umsatz auslösen.

So testest du in den ersten Wochen

  • Erstelle Pins für verschiedene Suchanfragen rund um dasselbe Angebot.
  • Prüfe einmal pro Woche Zahlen und Zielseiten.
  • Ändere jeweils nur eine Sache, etwa Titel oder Bild.
  • Leite aus den ersten Wochen keine Einkommensprognose ab.

Tja, Pinterest ist kein Knopf für sofortige Verkäufe. Wenn du heute startest, setze dir lieber eine überschaubare Routine: regelmäßig neue, eigene Motive veröffentlichen und einmal pro Woche Zahlen und Zielseiten prüfen. Ändere jeweils eine Sache, etwa den Titel oder das Bild. So erkennst du eher, was funktioniert.

Pinterest zahlt nicht allgemein für Aufrufe oder Pins. Es gibt Förderprogramme wie den Pinterest Inclusion Fund, dessen Teilnahme an Auswahlbedingungen gebunden ist. Das ist keine regelmäßige Vergütung für jedes Konto und kein Geschäftsmodell, auf das du deine Planung stützen solltest.

Häufige Fragen

Hier kommen kurze Antworten zu häufigen Fragen rund um Einnahmen, Konten und Kennzeichnung. Die Details hängen vom gewählten Weg ab.

Kann man mit Pinterest ohne eigenen Blog Geld verdienen?

Ja. Du kannst Pins zu einem eigenen Shop, einer Verkaufsseite oder einer Dienstleistung führen lassen. Affiliate-Marketing ist ebenfalls möglich, wenn dein Partnerprogramm direkte Links erlaubt und du die kommerzielle Absicht klar kennzeichnest.

Kann ich direkt mit Affiliate-Links auf Pinterest starten?

Das kann funktionieren, sofern das Partnerprogramm Pinterest-Traffic zulässt und die Plattformregeln eingehalten werden. Erstelle einen eigenen, hilfreichen Pin und setze einen klaren Hinweis auf den Affiliate-Link. Pinterest rät zu maßvoller Nutzung und untersagt spamartige Wiederholungen.

Brauche ich ein Unternehmenskonto?

Für ein Business ist es sinnvoll, weil ein Unternehmenskonto Analytics und weitere Geschäftsfunktionen bietet. Du brauchst es nicht zwingend, um einen normalen Pin anzulegen. Für die Auswertung deiner geschäftlichen Inhalte ist es aber die bessere Grundlage.

Bezahlt Pinterest mich für Aufrufe?

Nein, eine allgemeine Auszahlung pro Aufruf oder gespeichertem Pin gibt es nicht. Einnahmen entstehen normalerweise durch Verkäufe, Provisionen oder Kundenaufträge, die Pinterest zu deinem Angebot bringt. Ausgewählte Förderprogramme sind davon zu unterscheiden.

Muss ich Affiliate-Pins als Werbung kennzeichnen?

Ja, wenn der kommerzielle Zweck nicht ohnehin klar erkennbar ist, musst du ihn kenntlich machen. Schreib den Hinweis verständlich und gut sichtbar an den Anfang der Beschreibung. Die genaue Umsetzung kann vom Einzelfall und den Regeln deines Partnerprogramms abhängen.

Was ist ein guter erster Schritt?

Wähle heute ein Angebot und eine passende Zielseite aus. Erstelle dann einen Pin, der genau eine Suchfrage beantwortet und ohne Umwege dorthin führt. Miss anschließend, ob Besucher tatsächlich auf der Seite ankommen.

Dein nächster Schritt

Wenn du heute loslegen willst, nimm ein Angebot, das du bereits erklären kannst, und erstelle dafür deinen ersten hilfreichen Pin. Dann richte dein Unternehmenskonto ein und notiere dir, welche Suchanfrage der Pin beantworten soll. So startest du mit einem konkreten Ziel statt mit einem Ordner voller schöner, aber zielloser Bilder.

Quellen